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Pressemitteilung vom 4. August 2006

Wissenschaftler bestätigen: Greenpeace-Studie zu Bt-Mais mangelhaft

Greenpeace versucht, ideologisch geprägte Ansichten mit aus dem Zusammenhang gerissenen Forschungsergebnissen zu belegen.

Düsseldorf, 04.08.2006 . In Deutschland wird in diesem Jahr auf etwa 970 Hektar gentechnisch verbesserter Mais angebaut. Für die Anbausaison 2006 standen Landwirten nach umfangreichen und langfristig angelegten Versuchen erstmals fünf für den kommerziellen Anbau zugelassene Bt-Maissorten zur Verfügung. Bt-Mais zeichnet sich durch eine aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis (Bt) übertragene Schädlingsresistenz gegen den sich in Deutschland immer weiter ausbreitenden Maiszünsler aus. Konventionelle Maissorten sind dem Fraß des Schädlings ungeschützt ausgesetzt und können nur durch massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geschützt werden.

Am 19. Juli 2006 hat die Organisation Greenpeace eine Zusammenfassung und Wertung von Forschungsergebnissen zu gentechnisch verändertem Bt-Mais der Linie MON810 vorgelegt. Das Ergebnis von Greenpeace: Bt-Mais greife angeblich in das ökologische Gleichgewicht ein und schädige Bodenorganismen sowie Nicht-Zielorganismen.

Eine Reihe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderter Forschungsverbünde hat sich mit den möglichen Umweltauswirkungen von Bt-Mais beschäftigt. Greenpeace zitiert diese Ergebnisse in seiner Studie. Die von Greenpeace zitierten Wissenschaftler widersprechen jedoch den Schlussfolgerungen der Organisation:

  • So distanzieren sich Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) von der Greenpeace-Studie1. Der Leiter des FAL-Forscherteams Dr. Christoph Tebbe erklärt den direkten Widerspruch: „In der Greenpeace Broschüre werden Einzelergebnisse unserer Forschung aus dem Zusammenhang gerissen und gezielt herausgepickt, offenbar um eine bereits vorgefasste Meinung zu untermauern. Messwerte werden genannt, ohne darauf hinzuweisen dass diese häufig hundert bis tausendfach unter denen einer wirksamen Dosis liegen. (...) Skalierungen von Effekten werden von Greenpeace verschwiegen, dadurch ergibt sich der Eindruck eines Risikos, dass tatsächlich nicht vorhanden ist.“
     
  • Dr. Ingolf Schuphan (RWTH Aachen) war Koordinator des dreijährigen Forschungsprojekts „Sicherheitsforschung und Monitoring zum Anbau von Bt-Mais“. In seiner Stellungnahme2 heißt es: „Die vorliegenden Ergebnisse insgesamt belegen die biologische Sicherheit des Bt-Mais MON810, insbesondere im Vergleich zu einer chemischen Insektizidbehandlung.“ Im Gespräch mit bioSicherheit3 sagt Schuphan: „Wir waren in unserem Forschungsverbund elf Partnerinstitutionen, fünf oder sechs davon haben sich mit Nicht-Zielorganismen beschäftigt. Nachdem wir drei Jahre untersucht haben, können wir sagen: Wenn es Bt-Effekte auf die Agro-Biodiversität geben sollte, dann sind sie zufallsbedingt und am Rande der Nachweisgrenze. Über Jahre gleichen sie sich wieder aus.“

Auch das an der Zulassung gentechnisch veränderter Organismen beteiligte Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat zur Greenpeace-Wertung Stellung bezogen:

  • Dr. Detlef Bartsch sagt im Gespräch mit bioSicherheit4: „Das BVL als zuständige Bundesoberbehörde ist nach wie vor der Auffassung, dass es sich bei MON810 nach dem Stand der Wissenschaft und unter Anwendung des Vorsorgeprinzips um ein geprüft sicheres Produkt handelt.“

Der in Deutschland angebaute Bt-Mais MON810 hat seine Unbedenklichkeit für Mensch, Tier und Umwelt in umfangreichen Prüfungen unter Beweis gestellt. Die Auflagen und Anforderungen für die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sind so hoch und umfassend, dass man über gentechnisch verbesserte Pflanzen und ihre Wirkung auf die Umwelt zum Teil bessere Kenntnisse besitzt als über herkömmlich gezüchtete Pflanzen.

Mit Bt-Mais bietet Monsanto Landwirten die effektivste Methode, den Maiszünsler als einen der gefährlichsten Maisschädlinge zu bekämpfen. Bt-Mais ist außerdem besonders umweltschonend, da das Verfahren gezielt wirkt und Landwirte auf chemische Pflanzenschutzmittel zur Kontrolle des gefürchteten Schädlings vollständig verzichten können.

Monsanto ist ein international tätiges Unternehmen für Agrarprodukte mit Firmensitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen Pflanzenschutzmitteln sowie von mit Hilfe moderner Biotechnologie verbessertem Saatgut.

Für weitere Informationen über das Unternehmen Monsanto besuchen Sie unsere Website: www.monsanto.de.

1Siehe Pressemitteilung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft vom 25.07.06: http://idw-online.de/pages/de/news169597

2 http://www.bio5.rwth-aachen.de/oekologie/Bt-Mais-NZO_Stellungnahmen_zu_m_glichen_Einfl_ssen_von_Bt-.pdf

3 http://www.biosicherheit.de/de/mais/zuensler/341.doku.html

4 http://www.biosicherheit.de/de/aktuell/509.doku.html

Kontakt:

Monsanto Agrar Deutschland GmbH

Dr. Andreas Thierfelder
Director Public & Government Affairs

Vogelsanger Weg 91
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 36 75 –248
Fax: 0211 / 36 75 –333

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