Düsseldorf
(05. Mai 2004) – 2004 erproben Landwirte in Deutschland
auf ca. 300 Hektar gentechnisch veränderten YieldGard®*
Mais. Die mit einer Schädlingsresistenz ausgestatteten
Hybridsorten verfügen über die für den Anbau
in Deutschland erforderlichen gentechnik- und saatgutrechtlichen
Voraussetzungen. Damit können sie uneingeschränkt
als Futter- und Lebensmittel verwertet werden. YieldGard®
Mais schützt sich durch ein eingebautes Bakterien-Gen gegen
seinen ärgsten Feind, den Maiszünsler. Bereits in
den vergangenen Jahren konnten sich deutsche Maisanbauer auf
ihren Äckern von der bestechenden Effektivität und
dem umweltschonenden Schädlingsschutz des Biotech-Mais
im Vergleich mit herkömmlichen Schädlingsbekämpfungsverfahren
überzeugen.
Die Fragestellung, wie der nachbarschaftliche Anbau von gentechnisch
veränderten und konventionell gezüchteten Sorten unter
den Bedingungen deutscher Agrarstrukturen konkret ausgestaltet
werden kann, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Erprobungsanbaus.
Daran beteiligen sich 30 landwirtschaftliche Betriebe in sieben
Bundesländern. Durch ein zentral koordiniertes wissenschaftliches
Begleitprogramm wird sichergestellt, dass am Ende des Vorhabens
die erhobenen Daten zu Anbauempfehlungen führen.
Insbesondere soll geklärt werden, ob und bis zu welcher
Höhe sich Einträge gentechnischer Veränderung
in angrenzenden konventionellen Maisbeständen und den entsprechenden
Erntepartien feststellen lassen. Derzeit verfügbare wissenschaftliche
Daten aus Feldversuchen lassen erwarten, dass lediglich ein
schmaler Streifen von wenigen Metern Breite nennenswerte Spuren
in den unmittelbar angrenzenden Maisbeständen aufweisen
wird. Weiter entfernte Maisbestände sollten in den Erntepartien
keine Einträge aufweisen, die über 0,9 Prozent liegen
und damit kennzeichnungspflichtig wären. Sollte sich die
wissenschaftliche Datenlage mit diesem Erprobungsanbau im Praxismaßstab
bestätigen lassen, so könnten Landwirte durch relativ
einfache Maßnahmen die Koexistenz gewährleisten.
Großräumige Abstandsauflagen sollten sich damit erübrigen.
Stattdessen wäre ein Streifen ausreichend, der nur wenige
Reihen Mais breit ist (Mantelsaat).
Die derzeit laufenden Beratungen über die Ausgestaltung
einer gesetzlichen Regelung zur Koexistenz (Rechtsverordnung
über die gute fachliche Praxis) sollten die wegweisenden
Ergebnisse aus diesem Vorhaben berücksichtigen und keine
vorschnellen, überzogenen Auflagen an die Landwirte richten.
* YieldGard® ist ein eingetragenes Warenzeichen von Monsanto
Technology LLC
Als Projektpartner fungieren die Landesanstalten für Landwirtschaft
in Freising (Bayern) und Bernburg (Sachsen-Anhalt) sowie der
Verein zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger Landwirtschaft
(FINAB e.V.), Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Monsanto agiert
als Projektpartner im Verbund mit den Saatzuchtunternehmen KWS
und Pioneer. Das Vorhaben wird unterstützt und gefördert
von der Landesregierung in Sachsen-Anhalt, dem Bayerischen Staatsministerium
für Landwirtschaft und Forsten und dem Ministerium für
Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Der Erprobungsanbau
wird koordiniert durch den Innoplanta e.V. und den Bundesverband
deutscher Pflanzenzüchter (BDP).

Monsanto ist ein international tätiges Unternehmen
für Agrarprodukte mit Firmensitz in St. Louis im US-Bundesstaat
Missouri. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer
in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen
Pflanzenschutzmitteln sowie von mit Hilfe moderner Biotechnologie
verbessertem Saatgut.
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