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Pressemitteilungen 03. Juli 2003
DIE GRÜNE GENTECHNIK BEWAHRT DEUTSCHE LANDWIRTE ZUKÜNFTIG VOR ERNTEAUSFÄLLEN IM MAISANBAU


Düsseldorf (03. Juli 2003) – Der Anbau gentechnisch veränderter, schädlingsresistenter Maissorten (Bt-Mais) könnte zukünftig Ertragseinbußen vorbeugen und damit dem Landwirt bis zu 15 Prozent höhere Erträge sichern. Dies ergab eine kürzlich veröffentlichte, mehrjährige Studie , in der verschiedene Verfahren zur Schädlingsbekämpfung verglichen wurden. Das Forschungsprojekt, an dem die Unternehmen Monsanto, Syngenta und Pioneer beteiligt waren, verglich verschiedene Verfahren zur Schädlingsbekämpfung.
Die Larve des Maiszünslers verursacht ernsthafte Schäden in Maisbeständen, die weltweit Ernteausfälle im Wert von mehreren Milliarden Euro zur Folge haben. Die vorgelegte Studie basiert auf den Erkenntnissen eines in Deutschland seit über fünf Jahren (1998-2002) betriebenen Versuchsanbaus mit Bt-Mais. Die Ergebnisse belegen die gravierenden Probleme und die wirtschaftlichen Folgen, die durch den Maiszünsler-Befall entstehen. Zugleich stellen sie die Vorteile des Einsatzes von Bt-Mais zur Bekämpfung des Schädlings im Hinblick auf Effizienz, Ertrag und Rentabilität eindrücklich dar.
"Die Resultate zeigen, dass Bt-Mais eine vollständige Schädlingskontrolle sicherstellt und gleichzeitig eine deutlich ausgeprägtere Ertragssteigerung erbringt als andere herkömmliche Verfahren zur Schädlingskontrolle.“, so Norbert Mülleder, Projektleiter bei Monsanto und Mitautor der Studie. „Die genetisch veränderten Maispflanzen stellen eine sichere, effektive und kostengünstige Methode zur Bekämpfung des Maiszünslers dar, die den deutschen Landwirten enorme wirtschaftliche Vorteile bietet und auch zukünftig zu einem nachhaltigen Maisanbau in Deutschland und ganz Europa beitragen kann."

Zwar sind die finanziellen Schäden, verursacht durch den Maiszünsler, von Region zu Region unterschiedlich. In allen Fällen jedoch wird der Maisertrag durch den Larvenfraß beeinträchtigt. So hat beispielsweise eine Ertragsminderung von 20 Prozent auf einer Anbaufläche von 100.000 Hektar wirtschaftliche Verluste in Höhe von ca. 17.600 € zur Folge. Auf der Basis realistischer Anbauschätzungen wurden Rentabilitätsberechnungen vorgenommen. Demnach zeigt sich beim Einsatz von Bt-Mais aufgrund moderater Produktkosten bei gleichzeitig hoher Zuverlässigkeit in der Schädlingsbekämpfung eine über fünf Versuchsjahre gemittelte Gewinnsteigerung von ca. 93 € pro Hektar.

Vergleich mit konventionellen Verfahren unter Einfluss der Region
Am häufigsten trat der Schädling in Vergleichsparzellen im Oderbruch auf. Gleichzeitig waren hier die ausgeprägtesten Ertragssteigerungen bei Bt-Mais messbar. Zwar führte auch eine Insektizid-behandlung zu einer deutlichen Verringerung im Schädlingsbefall, allerdings ließ sich das Befallsniveau nur auf den in der unbehandelten Kontrollgruppe im Rheintal beobachteten Wert reduzieren. Zudem laufen die Zulassungen für einige Insektizide in diesem Jahr aus, so dass für das Jahr 2004 keine chemischen Pflanzenschutzmittel gegen den Maiszünsler in Deutschland zur Verfügung stehen werden. Auch die Behandlungsvariante mit der Schlupfwespe “Trichogramma” ergab im Oderbruch nur durchschnittlich 30 Prozent befallsfreie Maispflanzen. Wohingegen bei niedrigerem Befallsgrad im Rheintal der Einsatz von Trichogramma durchaus befriedigende Ergebnisse erbrachte. Insgesamt ließ sich die Wirkung unter Einsatz der Schlupfwespen mit 59 Prozent (Rheintal) bzw. 29 Prozent (Oderbruch) feststellen.
Zu den weiteren Vorteilen des Bt-Mais Anbaus zählen die gezielte Schädlingskontrolle, bei der nützliche Arthropoden nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, der effiziente Schutz über die gesamte Anbauperiode und die Unabhängigkeit von den herrschenden Wetterbedingungen. Zudem ist der Bt-Mais einfach zu handhaben, da keine zeitaufwändigen Arbeiten wie die Überwachung des Befalls, Insektizidausbringung oder Anwendung von Trichogramma mehr erforderlich sind. Die Nutzpflanzen können ungestört wachsen und ihr Ertragspotenzial somit vollständig ausschöpfen.

Versuchsaufbau
Im Einzelnen sah das Versuchsdesign den Vergleich folgender Bekämpfungsvarianten vor: Bt-Mais, unbehandelte Kontrolle, zugelassene Insektizide (einmalige Behandlung) und Behandlung mit handelsüblichen Trichogramma (zweimalige, manuelle Ausbringung) in den Jahren 1998 bis 2002 in zwei Regionen Deutschlands (Rheintal und Oderbruch). Die Proben wurden von Vertretern des amtlichen Pflanzenschutzdienstes entnommen und in Bezug auf Befallsgrad, Behandlungseffizienz, Ernteertrag und wirtschaftliche Bewertung aufbereitet.

Monsanto ist ein international tätiges Unternehmen für Agrarprodukte mit Firmensitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen Pflanzenschutzmitteln sowie von mit Hilfe moderner Biotechnologie verbessertem Saatgut.

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