Die in Raps eingebaute Roundup
Ready-Technologie bietet Schutz gegen 145 verschiedene Arten
von Unkräutern und Ungräsern. Bis zur Einführung
der ersten Roundup Ready-Sommerrapssorten in Kanada und
nachfolgend den USA standen den Landwirten dort nur eine
begrenzte Auswahl an Unkrautbekämpfungsmitteln zur
Verfügung, mit dem Effekt teilweise geringerer Erträge.
Die Monsanto-Technologie ermöglicht den Landwirten
eine Form des Unkrautmanagements zu wählen, mit der
sie die Wirtschaftlichkeit des Sommerrapsanbaus in Kanada
und den USA deutlich verbessern können. Dies hilft
nicht zu letzt, den Rapsanteil in einer für diese Anbauregionen
typischen Getreidefruchtfolgen zu stärken und damit
den Schädlings- und Krankheitsbefall im Getreideanbau
zu reduzieren.
Roundup Ready-Sommerraps war die einzige Biotech-Pflanze,
die zuerst außerhalb der USA kommerziell vertrieben
wurde, bevor sie amerikanischen Landwirten zur Verfügung
stand. Das Produkt wurde 1996 zunächst in Kanada eingeführt.
Bis zum Jahre 2000 hat sich der Anteil an der Gesamtanbaufläche
auf über 1,6 Millionen Hektar ausgedehnt. Nach der
Einführung in den USA im Jahre 1999 wurde Roundup Ready-Sommerraps
auf einer Fläche von fast 250.000 Hektar angebaut.
Da Sommerraps vorrangig in den kühleren Klimazonen
Nordamerikas von Bedeutung ist, kann gleichwohl ein früh
einsetzender Frost den Ertrag erheblich dezimieren. Die
Roundup Ready-Technologie erlaubt es den Landwirten dieses
Risiko zu umgehen, indem durch eine frühere Aussaat
der Abreifetermin nach vorne verschoben wird, also eine
frühzeitige Ernte erfolgen kann. Dieser Effekt wird
erzielt durch das Aussparen von Wartezeiten, die bei Anwendung
von konventionellen Vorsaatherbiziden zwangsläufig
berücksichtigt werden müssen, um eine Schädigung
des Rapsbestandes zu vermeiden.
Vorteile
Über 90 Prozent der befragten kanadischen Landwirte,
die im Jahre 2000 Roundup Ready-Sommerraps angebaut haben,
gaben als Gründe eine gute Kulturpflanzenverträglichkeit,
einfache Handhabung und gute ganzjährige Unkrautkontrolle
an.
Die ökonomischen und ökologischen Vorteile von
herbizidtolerantem Sommerraps wurden in einer Studie erhoben,
die im Jahre 2000 vom Canola Council of Canada durchgeführt
wurde. Die Befragung von 650 Landwirten und die Dokumentation
von Ernteerträgen sowie Kosten für Pflanzenschutzmittel
in der Zeit von 1997 bis 2000 ergab, dass durch den Anbau
von Roundup Ready-Sommerraps die Kosten für Pflanzenschutzmittel
um 40 Prozent gesenkt und deren Verbrauch um 6.000 Tonnen
reduziert werden konnten.
Roundup Ready-Sommerraps begünstigt gleichsam die
Anwendung konservierender Bodenbearbeitungstechniken. Dabei
wird vor der Aussaat gänzlich auf den Einsatz des Pfluges
verzichtet - ein System, das Energie einspart, die Bodenfeuchtigkeit
bewahrt und Erosionen drastisch vermindert. In Kanada wurde
die konservierende Bodenbearbeitung im Jahre 2000 auf 50
Prozent der Anbaufläche mit transgenem Sommerraps angewendet.
Im Vergleich dazu wurden nur 35 Prozent der mit konventionellem
Sommerraps bestellten Flächen auf diese umweltschonende
Weise bearbeitet. Laut der Studie des Canola Council wurden
durch die Anwendung der konservierenden Bodenbearbeitung
in Verbindung mit transgenem Sommerraps 53,88 Millionen
Liter Treibstoff eingespart, einhergehend mit einer Kostenreduktion
von US$13,1 Millionen.
Gemessen an Ertragsvorteilen zeigte sich in Kanada ein
Mehrertrag beim Anbau gentechnisch veränderter Sorten
von 44 kg pro Hektar in Vergleich zu konventionellen Sorten.
Daraus leitet sich ein ökonomischer Mehrerlös
von US$2,32 pro Hektar beziehungsweise eine Gesamtsumme
von über US$44 Millionen ab.
Im Jahre 2000 wurde Roundup Ready-Sommerraps in den USA
bereits auf einer wesentlich größeren Fläche
angebaut, als im Einführungsjahr 1999. Über 90
Prozent der befragten US-Landwirte, die im Jahre 2000 Roundup
Ready-Sommerraps in Verbindung mit Roundup Ultra angebaut
haben, drückten ihre Zufriedenheit über die Kulturpflanzenverträglichkeit,
die Kontrolle von einkeimblättrigen (Gräser) und
breitblättrigen Unkräutern und das größere
Applikationsfenster aus, die das System bietet.
Feldversuche mit Roundup Ready-Sommerraps laufen derzeit
in Australien - dem einzigen weiteren Land, in dem das Monsanto-Produkt
eingeführt wird. Der gentechnisch veränderte Sommerraps
wurde im Jahre 2000 auf einer Fläche von insgesamt
rund 32 Hektar in 27 behördlich genehmigten Feldversuchen
getestet. Die kommerzielle Einführung in Australien
erfolgt voraussichtlich im Jahre 2003.
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