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Der Maiszünsler lässt sich auf drei
Arten bekämpfen:
- gentechnisch verbesserte, resistente Sorten (Bt-Mais)
- Chemische Bekämpfung mit Insektiziden (Pyrethroide)
- Biologische Kontrolle mit der Schlupfwespe Trichogramma
brassicae
Am effektivsten, sowohl hinsichtlich des direkte Bekämpfungserfolgs
als auch des ökonomischen Vorteils, ist es, gentechnisch
veränderte Sorten einzusetzen. Darüber hinaus
ist diese Methode ausgesprochen umweltfreundlich.
Die Bekämpfung mit einem Pyrethroid, die bis vor kurzem
am häufigsten praktizierte Vorgehensweise, ist –
je nach Anwendungsbedingungen – etwas weniger bis
sehr viel weniger effizient als die Schadensverhütung
mit Bt-Mais. Darüber hinaus bringt diese Methode eine
Reihe weiterer Probleme mit sich.
Die biologische Kontrolle mit der Schlupfwespe Trichogramma
ist fraglos eine sehr umweltschonende Maßnahme. Von
den drei genannten Möglichkeiten der Zünslerbekämpfung
weist sie aber die mit Abstand geringste Wirksamkeit auf
und ist ohne zusätzliche Beihilfen für den integriert
wirtschaftenden Landwirt nicht wettbewerbsfähig. Außerdem
erfordert sie den höchsten Managementbedarf aller Bekämpfungs-Varianten.
Bei der chemischen Bekämpfung des Maiszünslers
mit Pyrethroiden gibt es folgende Schwierigkeiten:
- Pyrethroide beseitigen nicht nur den Maiszünsler.
Sämtliche Schwebfliegenlarven, Marienkäfer,
Laufkäfer, Spinnen und andere Arthropoden, die mit
dem Mittel in Kontakt kommen, gehen ein. Nicht selten
kommt es nach einem Pyrethroideinsatz in Mais zu Massenvermehrungen
von Blattläusen, weil diese nach der Insektizidanwendung
ihre Population weit schneller wieder aufbauen können
als ihre natürlichen Gegenspieler, wie zum Beispiel
Marienkäfer.
- Eine einigermaßen effektive chemische Bekämpfung
ist nur in einem recht engen Zeitfenster möglich:
Die Zünslerraupen müssen einerseits schon geschlüpft
sein, andererseits dürfen sie sich aber noch nicht
in den Maisstängel eingebohrt haben. Besonders schwierig
ist es, den richtigen Termin zu finden, wenn der Zuflug
der Weibchen sich in zwei oder mehr Hauptphasen vollzieht.
Denn dann schlüpfen auch die Raupen zu völlig
unterschiedlichen Zeitpunkten.
- Sehr häufig ist der geeignete Spritzzeitpunkt erst
dann gekommen, wenn der Mais bereits zu hoch ist, als
dass der Bestand mit einem normalen Schlepper zu befahren
wäre. Dann könnte man die chemische Bekämpfung
nur noch mit nicht überall vorhandenen Stelzenschleppern
durchführen. Viele Landwirte, die nicht über
diese Spezialmaschinen verfügen, richten in solchen
Fällen den Spritztermin danach aus, dass sie in ihren
Mais gerade noch hineinfahren können, ohne ihn nachhaltig
zu schädigen. Eine solche Vorgehensweise kann aber
unter Umständen völlig nutzlos sein –
unter betriebwirtschaftlichen und ökologischen Aspekten
sogar schädlich.
- Die Zulassung des einzigen bis vor kurzem in Deutschland
gegen den Maiszünsler zugelassenen Insektizids Baythroid
ist am 31. 12. 2003 ausgelaufen. Es ist gegenwärtig
völlig offen, wann wieder eine Pflanzenschutzmittel-Zulassung
mit der Indikation Maiszünsler in Körner- und
Silomais erfolgen wird.
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