|
Immer
dann, wenn der Maiszünslerdruck eine Gegenmaßnahme
erfordert, ist Bt-Mais die wirtschaftlichste Alternative:
sowohl gegenüber einer chemischen Bekämpfung als
auch gegenüber einer biologischen Kontrolle mittels
Schlupfwespen.
Körnermais-Feldversuche über fünf Jahre
in Kooperation mit dem amtlichen Pflanzenschutzdienst im
Oderbruch (starker Zünsler-Befall) und im Rheintal
(mittlerer Zünsler-Befall) haben ergeben, dass der
Anbau von Bt-Mais in Zünslergebieten eine hoch ökonomische
Maßnahme ist. YieldGard übertrifft die beiden
konkurrierenden konventionellen Methoden unter Wirtschaftlichkeitsaspekten
deutlich: Man fand heraus, dass sich der Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen
trotz eines geringfügig höheren Maisertrags aufgrund
der relativ hohen Verfahrenskosten und der vergleichsweise
niedrigen Effizienz nicht lohnt. Das Spritzen von Insektiziden
brachte gegenüber der unbehandelten Kontrolle zwar
einen finanziellen Mehrertrag; dieser fiel aber deutlich
geringer aus als bei der Bt-Mais-Variante. Je stärker
der Maiszünsler-Befall ist, desto größer
wird – die auch bei geringerem Zünslerauftreten
vorhandene – relative Vorzüglichkeit des YieldGard-Verfahrens.
Die Voraussetzungen für die Berechnung der Rentabilität
der verschiedenen Verfahren waren folgende:
- der Landwirt erlöst für die Dezitonne trockenen
Körnermais etwa 11 €;
- die Schlupfwespen-Methode kostet rund 90 €/ha,
davon 60 € für die Gegenspieler des Maiszünslers
und je 15 € für das zweimalige Ausbringen;
- das Spritzen des Insektizids verursacht Aufwendungen
in Höhe von etwa 40 €/ha, was den Produktpreis
und die Kosten für die einmalige Applikation einschließt;
- der Aufpreis für YieldGard gegenüber konventionellem
Saatgut liegt bei circa 35 €/ha.
Bei diesen Gegebenheiten erwies sich die Biologische Bekämpfung
mit Trichogramma ohne zusätzliche regionale Beihilfen,
wie sie beispielsweise in Baden-Württemberg gegenwärtig
gezahlt werden, als unwirtschaftlich. Im Vergleich zur unbehandelten
Kontrolle hatten die Landwirte einen Verlust von 52 €/ha
im Rheintal und von 57 €/ha im Oderbruch abzuschreiben.
Der Insektizideinsatz lohnte sich hingegen in beiden Regionen:
18 €/ha mehr im Vergleich mit der Nullkontrolle erlösten
die Maisanbauer im Rheintal und 55 €/ha im Oderbruch.
Die mit Abstand wirtschaftlichste Variante war jedoch der
Einsatz von Bt-Mais. Die Landwirte erzielten hier Mehreinnahmen
von 84 €/ha im Rheintal und 93 €/ha im Oderbruch
gegenüber den unbehandelten Parzellen.
|