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Einsparungen von Pflanzenschutzmitteln und Ertragssteigerungen

Auf der ganzen Welt entscheiden sich Landwirte auf Grund der beachtlichen agronomischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorteile für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen. Entsprechende Sorten ermöglichen unter effizienter Nutzung verfügbarer Ressourcen den Einsatz nachhaltiger Anbauverfahren, wie den teilweisen oder vollständigen Verzicht auf wendende Bodenbearbeitungsmaßnahmen (Pflügen) oder eine reduzierte Anwendung konventioneller Pflanzenschutzmittel. Weiterhin ermöglichen die GV-Kulturpflanzen eine effizientere Nutzung der Ackerflächen einhergehend mit einer höheren Produktivität.

Nach einer neuen Studie des National Center of Food and Agricultural Policy (1) führte der Anbau von GV-Kulturpflanzensorten in den USA im Jahr 2004 zu einem Mehrertrag von etwa 3 Millionen Tonnen. Landwirte sparten außerdem etwa 29.300 Tonnen Pflanzenschutzmittel ein. Damit übertraf der mit diesem Anbauverfahren erzielte Nettoertrag den der konventionellen Landwirtschaft um 2,3 Milliarden US Dollar. Weltweit profitierten Landwirte von 1996 bis 2004 mit rund 27 Milliarden US Dollar vom Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen. (2)

Vergleich: Konventioneller Anbau – Biotechnologie in den USA

Jahr
GMO Anbaufläche
Ertragssteigerung
Einsparung Pflanzenschutzmittel
2004
47,2 Mio. ha
3 Mio. t
29.300 t
2003
42,4 Mio. ha
2,42 Mio. t
21.050 t
2002
32 Mio. ha
1,72 Mio. t
20.730 t

Quelle: Sankula et al. Biotechnology Derived Crops Planted in 2004 – Impacts on US Agriculture. National Center for Food and Agricultural Policy, 2005. www.ncfap.org

Weltweiter Fortschritt

Im Jahr 2004 wurden unabhängig von den landwirtschaftlichen Betriebsgrößen sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern gentechnisch veränderte (GV) Kulturpflanzen angebaut. Die gesamte Anbaufläche umfasste 81 Millionen Hektar. Gegenüber dem Vorjahr (67,7 Millionen Hektar) entspricht das einer Ausweitung um 13,3 Millionen Hektar oder 20 Prozent (zum Vergleich: 2003 betrug der Zuwachs 15%). Somit ist die weltweite Anbaufläche für GV-Pflanzen seit 1996 (1,7 Millionen Hektar) um das 47-Fache angewachsen.

Laut dem Report der ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) wurden GV-Pflanzen im Jahr 2004 von 8,25 Millionen Landwirten in 17 Ländern angebaut. Im Vorjahr waren es noch 7 Millionen Landwirte in 18 Ländern. Dabei stammen über 90% der Landwirte aus Entwicklungsländern, in denen mit 27,6 Millionen Hektar inzwischen über ein Drittel der weltweiten Anbaufläche liegt.

Weltweiter Anbau von GV-Pflanzen (in Millionen Hektar)

Quelle: Clive James, ISAAA Brief 32, 2004

Die Vereinigten Staaten blieben auch im Jahr 2004 mit 59 Prozent der gesamten Anbaufläche oder 47,2 Millionen Hektar weltweit führend bei der Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen. Die drei Hauptanbauländer für GV-Pflanzensorten nach den USA waren Argentinien (16,2 Millionen Hektar), Kanada (5,4 Millionen Hektar) und Brasilien (5 Millionen Hektar), welches damit China (3,7 Millionen Hektar) überholt hat.

Monsanto Highlights

Monsanto stellt sich weltweit als Anbieter fortschrittlichster Technologien mit einem der umfangreichsten Saatgutsortimente, angepasst an ein breites geographisches Spektrum, und mit einem in der Industrie einmaligen Produktportfolio in den Dienst der Landwirtschaft. Mit der Entwicklung von biotechnologisch verbesserten Pflanzensorten und den damit erzielbaren Ertragsvorteilen bei gleichzeitiger Senkung von Investitionskosten unterstützt Monsanto die Landwirte bei der Bewältigung finanzieller Herausforderungen des Marktes. Außerdem ermöglichen die GV-Kulturpflanzen eine nachhaltige Schonung landwirtschaftlicher Nutzflächen und der Umwelt.

Mengeneinsparung bei Pflanzenschutzmitteln

  • Insgesamt konnten von 1996-2004 rund 172 Millionen kg oder 6% weniger Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. (2)
  • Im gleichen Zeitraum wurden z.B. im Maisanbau 24 Millionen kg Pflanzenschutzmittel eingespart. (2)

Positive Auswirkungen auf die Umwelt

  • Von 1996-2004 konnten die mit der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln einhergehenden Umweltschäden um 14% reduziert werden. (2)
  • Durch geringeren Kraftstoffaufwand beim Anbau von GV-Kulturpflanzen reduzierte sich der Kohlendioxidausstoß im Jahr 2004 um 1 Milliarde kg. Durch zusätzliche Kohlenstoffbindung aufgrund des teilweisen oder vollständigen Verzichts auf Pflügen konnte der Kohlendioxidausstoß im Jahr 2004 um weitere 9,4 Milliarden kg gesenkt werden. Dies entspricht etwa 4,7 Millionen weniger Autos. (2)
  • Die Oberflächen- und Grundwasserqualität wird verbessert, da weniger Pflanzenschutzmittel ins Abwasser gelangen. (3, 4, 5)

Der verringerte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln trägt zur Artenvielfalt bei

  • Nutzinsekten können sich vorteilhaft entwickeln, was wiederum dazu beiträgt, dass Schädlinge effektiver zu kontrollieren sind. (6)
  • Die Artenvielfalt auf den Feldern erhöht sich dadurch, dass Fauna und Flora den Pflanzenschutzmitteln seltener ausgesetzt sind. (7)
  • Eine intensivere Flächennutzung schafft Freiräume zur Erhaltung von Artenvielfalt.

Auswirkung gentechnisch veränderter Pflanzen auf ein effizienteres Krankheitsmanagement

  • Biotechnologie ermöglicht eine bessere und kostengünstigere Schädlingsbekämpfung. (8)
Gesamtwirkung
40 Fallstudien
Ertragseffekt
Gewinn
Einsparung Pflzsch.
Heute (2002)
1,8 Mio. t
$ 1,5 Mrd.
21 Mio. kg ai
POTENTIAL
4,5 Mio. t
$ 1,0 Mrd.
53 Mio. kg ai
TOTAL
6,3 Mio. t
$ 2,5 Mrd.
74 Mio. kg ai

Quelle: Gianessi et al, 2002. Plant Biotechnology: Current and Potential Impact for Improving Pest Management in US Agriculture. An Analysis of 40 Case Studies. National Center for Food and Agricultural Policy. www.ncfap.org 

1) Sankula, S. et al., “Biotechnology Derived Crops Planted in 2004 – Impacts on US Agriculture”, National Center for Food and Agricultural Policy, 2005

2) Brookes, G., & Barfoot, P. “GM crops: The global economic and environmental impact - the first nine years 1996-2004”, AgBioForum, 8(2&3), 2005, www.agbioforum.org

3) Wauchope, R., Estes, T., Allen, R., Baker, J., Hornsby, A., Jones, R., Richards, R., Gustafson, D. “Pred icted impact of transgenic, herbicide-tolerant corn on drinking water quality in vulnerable watersheds of the mid-western USA.” Pest Management Science. 58: 146-160, 2001.

4) Cullum R.E. and Smith S., Jr. “Bt Cotton in Mississippi Delta Management Systems Evaluation Area: Insecticides in Runoff, 1996-1999.” Oxford, MS: U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service, 2001.

5) Estes T.L., Allen R., Jones R.L., et. al. “Predicted Impact of Transgenic Crops on Water Quality and Related Ecosystems in Vulnerable Watersheds in the United States.” Paper presented at the Soil and Water Mini-Symposium, British Crop Protection Council (BCPC) Conference, Weeds. Brighton, UK, November 2001.

6) Reed, G. L., A. S. Jensen, J. Riebe, G. Head and J. J. Duan. “Transgenic Bt potato and conventional insecticides for Colorado potato beetle (Coleoptera: Chrysomelidae) management: comparative efficacy and non-target impacts.” Entomologia Experimentalis et Applicata 100: 89-100, 2001.


7) U.S.Environmental Protection Agency. "Biopesticides Registration Action Document: Preliminary Risks and Benefits Sections." October 2000. www.epa.gov/scipoly/sap/2000/index.htm. Accessed May 22, 2002.

8) Gianessi, L. et al., “Plant Biotechnology: Current and Potential Impact for Improving Pest Management in US Agriculture. An Analysis of 40 Case Studies”, National Center for Food and Agricultural Policy. www.ncfap.org

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