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Geschichte


Geschichte 1975-1988
Die Öffnung zur Biologie: Roundup und Arzneimittel


1976

Ein Drittel des Umsatzes von Monsanto wird außerhalb der USA erwirtschaftet.
Das Roundup-Herbizid kommt in den USA auf den Markt.
Die Cycle-Safe Division wird eingerichtet, um die weltweit erste Kunststoffflasche für alkoholfreie Getränke zu produzieren.
1977 wird die Cycle-Safe-Flasche von der U.S. Food and Drug Administration wegen begründeter Krebsgefahr verboten. Der Geschäftsbereich muss geschlossen werden. Die rechtlichen und politischen Auseinandersetzungen dauern sieben Jahre, erst dann wird eine Flasche mit neuer Rezeptur genehmigt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Markt bereits an andere Kunststoffflaschen-Hersteller verloren.

1977

Zusammen mit Conoco wird ein petrochemisches Gemeinschaftsunternehmen im Werk Chocolate Bayou eingerichtet.

1978

Die Landwirtschaftssparte von Monsanto beginnt mit ihrem Molekularbiologie-Programm.

1980

Die Separations Group wird gebildet, um in Gasseparationssysteme zu investieren. Sie kommt 1985 zu Permea, einer hundertprozentigen Monsanto-Tochter, und wird 1991 verkauft.
Richard J. Mahoney wird Präsident von Monsanto.

1981

Der Erwerb von Conoco durch DuPont führt zum Verkauf der Anteile von Monsanto am Joint Venture mit Conoco. Dieser Verkauf löst die strategische Verlagerung weg von Industriechemikalien und hin zu hochwertigen, selbstentwickelten Produkten sowie zu neuen Technologien aus. Das Geld aus dem Verkauf der Anteile wird in den Erwerb eines Pharmaunternehmens investiert.
Die G.D. Searle & Co. erhält von der U.S. Food and Drug Administration die Zulassung für den Süßstoff NutraSweet (Aspartam).

Die Biotechnologie wird als strategischer Forschungsschwerpunkt etabliert. Neue Biotechnologielabors werden im Gebäude U auf dem Creve Coeur-Gelände eingerichtet. Monsanto schließt außerdem ein bahnbrechendes Kollaborationsabkommen mit der Washington University in St. Louis, um die biomedizinische Forschung gemeinsam voranzutreiben. Forschungsabkommen mit weiteren Universitäten folgen.

1982

Die Forscher bei Monsanto nehmen zum ersten Mal in der Geschichte gentechnische Veränderungen an Pflanzenzellen vor. Nach Erwerb des Weizenforschungsprogramms von DEKALB wird die Monsanto Hybritech Seed International Inc. gegründet. Das Ammoniumnitrat-Düngemittelgeschäft wird verkauft.

1983

Biotech-Forscher züchten erfolgreich Pflanzen mit gentechnisch veränderten Merkmalen.
Erwerb der Jacob Hartz Seed Co. (Sojabohnen).

1984

Das Chesterfield Life Sciences Research Center wird in der Nähe von St. Louis gegründet.
Nach dem tragischen Unfall bei Union Carbide in Bhopal (Indien) kündigt CEO Mahoney im Dezember des Jahres an, dass die Materialsicherheits-Datenblätter für alle Produkte und Rohstoffe veröffentlicht werden. Die Türen aller Werksanlagen von Monsanto werden für die Öffentlichkeit geöffnet.

1985

Durch den Erwerb von G.D. Searle & Co. ist Monsanto jetzt auch im Bereich Arzneimittel und Süßstoffe tätig.

1985-1993

Es findet eine größere strategische Umstrukturierung statt, in deren Verlauf mehrere nicht-strategische Geschäftsfelder verkauft werden.
Monsanto konzentriert sein Geschäft auf hochwertige, selbstentwickelte Produkte. Schwerpunkte bilden hierbei zunehmend die Bereiche Life Sciences, Landwirtschaft, Arzneimittel und Nahrungsmittel. Zu den veräußerten Geschäftsfeldern zählen u.a. AstroTurf-Stadionrasen und verwandte Geschäftsfelder, Polyethylenfilm, Konservierungsstoffe für Nahrungsmittel auf Sorbatbasis, Fome-Cor Schaumstoffplatten und Fisher Controls International.

1986

Die NutraSweet Co. wird aus Searle herausgelöst und als eigenes Unternehmen geführt.

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